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Ownership-Setup nach dem Go-live

Damit nach der Einführung nicht die Frage offenbleibt, wer das System eigentlich trägt.

„Es wird geliefert, aber niemand steht für das Gesamtergebnis gerade.“

Format
3–6 Wochen begleitend zum Rollout
Für wen
Projekte kurz vor oder nach dem Go-live

Woran Sie es merken

  • Nach dem Go-live landen Anfragen bei der Person, die zufällig erreichbar ist.
  • Für Fehler gibt es keinen definierten Weg — nur Chatgruppen und Zuruf.
  • Weiterentwicklung passiert nebenbei, priorisiert wird nach Lautstärke.
  • Das Projekt gilt als abgeschlossen, aber niemand kann sagen, ob es wirkt.
  • Der externe Dienstleister ist weg und das interne Team wurde nie richtig eingearbeitet.

Ergebnis

  • Rollen- und Verantwortungsmodell für Betrieb, Weiterentwicklung und Support
  • Onboarding-Material und interne Kommunikation
  • Betriebsroutinen: Incidents, Releases, Feedbackschleifen
  • Wirkungsmessung mit wenigen belastbaren Kennzahlen

Wie wir vorgehen

  1. 01

    Woche 1 — Realitätscheck

    Gespräche mit Betrieb, Support, Fachbereich und Entwicklung. Wir schreiben auf, wer heute faktisch zuständig ist — nicht, wer es laut Organigramm sein sollte.

  2. 02

    Woche 2 — Rollen und Routinen

    Ein Verantwortungsmodell für Betrieb, Weiterentwicklung und Support, dazu Routinen für Incidents, Releases und Feedback. Wenige Regeln, die tatsächlich eingehalten werden.

  3. 03

    Woche 3–4 — Einarbeitung

    Onboarding-Material, Runbooks und begleitete Durchläufe: erster Incident, erstes Release, erste Feedbackrunde unter realen Bedingungen.

  4. 04

    Danach — Wirkung messen

    Drei bis fünf Kennzahlen, die zeigen, ob das System trägt. Nach vier bis sechs Wochen schauen wir gemeinsam drauf und justieren.

Häufige Fragen

Ist das nicht Aufgabe des Projektleiters?
Projektleitung endet mit dem Projekt. Ownership beginnt danach und braucht andere Rollen: Betrieb, Weiterentwicklung, Support. Genau diese Lücke schließen wir.
Brauchen wir dafür neue Stellen?
In der Regel nicht. Meist geht es darum, vorhandene Verantwortung explizit zu machen und Kapazität dafür zu reservieren, statt sie unsichtbar nebenherlaufen zu lassen.
Wie greift das mit ITIL oder bestehenden Prozessen ineinander?
Wir bauen auf dem auf, was es gibt. Wenn ein Serviceprozess existiert, hängen wir das Produkt dort ein, statt ein zweites System danebenzustellen.
Welche Kennzahlen empfehlen Sie?
Wenige und belastbare: Zeit bis zur Reaktion bei Störungen, Durchlaufzeit einer Änderung, Nutzung durch den Fachbereich. Keine Dashboards, die niemand liest.
Was passiert nach den sechs Wochen?
Das Team arbeitet eigenständig. Wenn Sie wollen, bleiben wir mit einem monatlichen Review-Termin in Reichweite — ohne Mindestlaufzeit.

Wann das nicht passt

Wenn die Software technisch noch nicht betriebsfähig ist, kommt das Ownership-Setup zu früh. Dann ist Production-Readiness der bessere erste Schritt.

Passt oft dazu

Hintergrund dazu im Beitrag Ownership statt Rollen: wer nach dem Go-live wirklich zuständig ist.