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Platform & Production-Readiness
Vom „läuft bei uns“ zum verlässlichen Betrieb: Deployments ohne Bauchweh, Fehler sichtbar, Verantwortung geklärt.
„Jedes Release ist ein Ereignis — und Fehler sehen wir erst, wenn Kunden anrufen.“
- Format
- 4–10 Wochen, je nach Ausgangslage
- Für wen
- Teams, die schneller liefern wollen, aber am Betrieb hängen bleiben
Woran Sie es merken
- Releases finden freitags nicht statt — und abends nur mit Bereitschaft.
- Von Störungen erfahren Sie über den Support, nicht über das Monitoring.
- Ein Rollback ist theoretisch möglich, praktisch hat es noch niemand geübt.
- Die Umgebung ist über Jahre per Hand gewachsen und existiert nur einmal.
- Alarme gibt es viele, aber die meisten werden weggeklickt.
Ergebnis
- Kubernetes-Setup oder -Bereinigung, Infrastructure as Code
- CI/CD mit reproduzierbaren Builds und sicheren Rollbacks
- Observability: Logs, Metriken, Traces und sinnvolle Alarme
- Production-Readiness-Check mit priorisierter Restliste
Wie wir vorgehen
01
Woche 1 — Readiness-Check
Wir prüfen Build, Deployment, Konfiguration, Datenhaltung, Monitoring und Notfallpfade entlang einer festen Liste. Ergebnis ist eine nach Risiko sortierte Restliste, keine Wunschliste.
02
Woche 2–4 — Liefern ohne Bauchweh
Reproduzierbare Builds, automatisiertes Deployment, sichere Rollbacks und Umgebungen als Code. Wir üben den Rückfall, statt ihn nur zu dokumentieren.
03
Sichtbarkeit herstellen
Logs, Metriken und Traces auf das Nötige reduziert, dazu wenige Alarme, die wirklich jemanden wecken dürfen. Dashboards folgen den Fragen, die im Störfall gestellt werden.
04
Übergabe & Betriebsroutinen
Runbooks, Bereitschaftsmodell und ein begleiteter Incident. Danach trägt das Team den Betrieb ohne uns.
Häufige Fragen
- Brauchen wir dafür Kubernetes?
- Nicht zwingend. Für viele Teams sind Container auf einer verwalteten Plattform die ruhigere Wahl. Wir bereinigen bestehende Cluster oder raten davon ab, wenn der Aufwand den Nutzen übersteigt.
- Wir haben schon eine Pipeline. Reicht das?
- Eine Pipeline zu haben ist etwas anderes, als ihr vertrauen zu können. Wir prüfen Reproduzierbarkeit, Rollback, Secrets und Testabdeckung — und setzen dort an, wo es unsicher ist.
- Was heißt „production ready“ konkret?
- Ein Deployment ist jederzeit ohne Sondertermin möglich, Störungen sind innerhalb von Minuten sichtbar, es gibt einen geübten Rückfallpfad und eine benannte Zuständigkeit.
- Können wir das intern machen?
- Häufig ja — es fehlt meist die Zeit, nicht das Können. Wir arbeiten deshalb im Team mit, statt neben ihm, und übergeben Schritt für Schritt.
- Was kostet das?
- Der Readiness-Check ist klein und liefert nach einer Woche eine belastbare Grundlage. Der Umsetzungsumfang wird danach gemeinsam auf vier bis zehn Wochen zugeschnitten.
Wann das nicht passt
Wenn das Produkt noch keine echten Nutzerinnen und Nutzer hat, ist Plattformarbeit verfrüht. Dann reicht ein einfaches Deployment, und die Zeit gehört der Fachlichkeit.
Passt oft dazu
Hintergrund dazu im Beitrag Production-Readiness-Checkliste: 12 Fragen vor dem nächsten Deployment.